Die katholische Kirche St. Michael

Die Birnfelder Pfarrkirche wurde im Jahr 1808 anstelle der erstmalig 1459 genannten Michaelskapelle errichtet. Der ausführende Maurermeister namens Georg Büttner stammte aus Königshofen. Sowohl erwähnens- als auch sehenswert ist der Hochaltar. Mit dem überlebensgroßen Gekreuzigten und den beiseitegestellten Figuren von Maria und Johannes vor einem einzigartigen Panoramagemälde gilt dieser Altar in der Gesamtausführung als eine Kostbarkeit in der Diözese Würzburg.

Das Panoramagemälde, das sich über Wand und Decke erstreckt, bildet die Landschaft von Golgatha zur Todesstunde Jesu nach. Auch den im Markusevangelium erwähnten, sich verdunkelnden Himmel, hat der Kirchenmaler Eulogius Böhler (1861-1943) kunstvoll ausgearbeitet. In der Chorkuppel ist die Himmelfahrt Jesu dargestellt, im Deckengemälde des Langhauses die Himmelfahrt seiner Mutter Maria.

Die zwei Seitenaltäre sowie die frühklassizistische Kanzel und der Deckenstuck stammen aus dem Jahr 1808. Der Taufstein, ausgeführt als achteckiges Becken auf profiliertem, achteckigem Fuß, stammt aus der Zeit um 1600.

Auf dem linken Seitenaltar sehen wir die Muttergottes als Immaculata (unbefleckte Empfängnis) dargestellt, auf dem rechten Seitenaltar sehen wir den Erzengel Michael, den Birnfelder Kirchenpatron, wie er mit dem Teufel kämpft.

Im Zuge der Kirchenrenovierung 2013 wurde der Altarraum mit Altar, Ambo und Sedilien (Sitzgelegenheiten im Chorraum) neu gestaltet und neu geordnet.

Sehenswert ist auch das sich im Langhaus befindliche Wallfahrtsbild mit den vierzehn Nothelfern. Das Bild, handgeschnitzt, stammt aus dem Jahr 1879 und wurde 2010 restauriert. Es erinnert an eine frühere Vierzehnheiligenwallfahrt.

(Text: Alfred Lamprecht – Alle Rechte vorbehalten)

 

© Bayerisches Staatsarchiv Würzburg

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Ortsarchiv Birnfeld

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